Pedelcs/Elektrofahrräder

Verkehrswacht Rüsselsheim bietet Seminare für Pedelecs (Elektrofahrräder) an

Immer mehr Radler sind auf Elektrofahrrädern unterwegs.

Der Markt hält vielfältige Modelle mit unterschiedlichen Leistungsspektren bereit.

Pedelec 25 und 45 – Unterschiede (Genaueres siehe auch unten):

Das „Pedelec 25“ unterstützt den Fahrenden während des Tretens mit einem 250-Watt-Elektromotor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Sobald das Fahrrad diese erreicht oder der Fahrer das Treten unterbricht, setzt die Unterstützung aus. Es wird rechtlich wie ein Fahrrad behandelt und man benötigt daher keinen Führerschein, kein Nummernschild und keine Versicherung.

Das „Pedelec 45“ fährt mit einem 500-Watt-Motor bis zu 45 km/h, erst dann schaltet die elektronische Unterstützung ab. Es zählt als Kraftfahrzeug und braucht daher eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen. Der Führer muss mindestens einen Führerschein für Kleinkrafträder besitzen, während für das „Pedelec 25“ ein Mindestalter von 14 Jahren empfohlen wird.

Damit Radfahrer mit dem Pedelec sicher unterwegs sind, veranstaltet die Verkehrswacht Rüsselsheim mit Unterstützung der Firma Fahrrad-Herth ein Seminar für „Pedelecs 25“.

Im Seminar werden Themen rund ums Pedelec behandelt, wie:

  • Straße oder Fahrradweg?
  • Bremsen
  • Tipps für sicheres Verhalten
  • Geschwindigkeit
  • Kindersitz?
  • Wartung
  • Technik/Nachrüstung
  • Was ist beim Kauf zu beachten?

Neben einem theoretischen erfolgt ein praktischer Teil.

Die Pedelecs werden hierfür von der Firma Fahrrad-Herth zur Verfügung gestellt.

Das Seminar dauert ca. 2-3 Stunden und findet auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule im Ostpark statt.

Die Teilnehmerzahl liegt bei ca. 8 Personen.

Das Seminar ist kostenlos

Termine: 29. April und 13. Mai 2017

bei Bedarf werden kurzfristig weitere Termine vereinbart

Anmeldungen und Rückfragen bitte unter Tel.: 06145-52509 oder 01712264890, Herr Hirsch

 

 

Zahl der Unfälle mit Pedelecs erreicht 2016 Höchststand
In 2016 gab es so viele Unfälle mit Pedelecs wie noch nie. Von Januar bis September wurden 3214 Unfälle von Fahrrädern mit elektronischer Tretunterstützung registriert. Dabei kamen 46 Menschen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Steigerung um 39 Prozent. Gründe liegen unter anderem in der stetig steigenden Anzahl von Pedelecs.
Die Anzahl aller Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren, stieg um sechs Prozent von 61.358 (2015) auf 64.964 (2016).

 

Novelle StVO

E-Bikes bis zu 25 km/h dürfen ausgewiesene Radwege nutzen (§ 2 Absatz

4 StVO)
Künftig dürfen E-Bikes innerorts auf ausgewiesenen Radwegen gefahren werden. In der StVO werden E-Bikes definiert als „einsitzige zweirädrige Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb, der sich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h selbsttätig abschaltet“.


Das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) schreibt dazu:

„Darunter fallen einspurige Fahrzeuge, die sich mit Hilfe des Elektroantriebs durch einen Drehgriff oder Schaltknopf mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h fahren lassen, auch ohne dass der Fahrer gleichzeitig in die Pedale tritt. Sie sind nicht zulassungs- aber versicherungspflichtig, benötigen daher ein Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis. Fahrer müssen über eine Mofa-Prüfbescheinigung verfügen und einen geeigneten Schutzhelm tragen. Die Fahrzeuge ähneln den früher gebräuchlichen Mofas mit Verbren-nungsmotor, die zunehmend vom Markt verschwinden.
Zu diesen Fahrzeugen zählen auch Kleinkrafträder bis 45 km/h der Klasse L1e der EU VO 168/2013, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Strecke auf höchstens 25 km/h beschränkt ist.
Mit den Änderungen der StVO können die zuständigen Straßenverkehrsbehörden der Länder E-Bikes innerorts mit einem besonderen Hinweisschild "E-Bikes frei" auf entsprechend gekennzeichneten Radwegen zulassen. Außerorts sollen E-Bikes generell auf Radwegen fahren dürfen.
Die neuen Regelungen gelten ausdrücklich nicht für die schnellen Elektrofahrräder, die so genannten S-Pedelecs, die deutlich schneller als 25 km/h fahren können.“


Im Sinne des BMVI sind folgende Fahrzeugarten zu unterscheiden:
Pedelec:
Pedelec sind mit einer elektrischen Trethilfe ausgestattet, deren Antrieb eine maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW aufbringen darf, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahr-zeuggeschwindigkeit progressiv verringert und beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, unterbrochen wird. Das gilt auch, wenn das Pedelec 25 über eine Anfahr- oder Schiebehilfe verfügt, die eine Beschleunigung auf bis zu 6 km/h, auch ohne gleichzeitiges Treten, ermöglicht.
E-Bike:

Die Fahrzeuge ähneln den früher gebräuchlichen Mofas mit Verbrennungsmotor, die zunehmend vom Markt verschwinden. Zu diesen Fahrzeugen zählen auch Kleinkrafträder bis 45 km/h der Klasse L1e der EU VO 168/2013, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchst-geschwindigkeit auf ebener Strecke auf höchstens 25 km/h beschränkt ist. Häufig sind Fahr-zeuge dieser Kategorie Elektro-Motorroller, welche auf 25 km/h begrenzt sind.

S-Pedelec:
Diese zweirädrigen Fahrzeuge sind Kleinkrafträder (L1e) mit einer maximalen Nenndauerleis-tung von 4 kW und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Im Handel werden häufig „Fahrräder“ mit einer elektrischen Tretunterstützung bis 45 km/h, einer Nenndauerleistung von 500 Watt und einer progressiv abnehmenden Tretunterstützung angeboten. Durch die Einstufung als Kleinkraftrad bedarf es einer Betriebserlaubnis, eines Führerscheins der Klasse AM, einer Haftpflichtversicherung und eines geeigneten Helms (ECE 22-05). Fahrradwege dürfen mit diesen Rädern nicht befahren werden.

 

Pedelec-Helme
Fahrradhelm ist Fahrradhelm – oder doch nicht. Alle in der Europäischen Union verkauften Fahrradhelme müssen ein Prüfverfahren gemäß EN 1078 (bzw. EN 1080 speziell für Kinder-helme) bestehen. Dennoch bieten einige Fahrradhändler spezielle Pedelec-Fahrradhelme an. In der Regel handelt es sich um gewöhnliche Fahrradhelme, die aus Marketinggründen mit dem Label Pedelec beworben werden. Anders verhält es sich bei Helmen, welche für Fahrer von Pedelec 45 bzw. S-Pedelec geeignet sind. Da diese Pedelec rechtlich als Kleinkrafträder eingestuft werden, gilt für sie eine Helmpflicht. An den Helm werden die Anforderungen der ECE 22-05 Norm gestellt, die weit über die EN 1078 hinausgeht. Derartige Helme ähneln optisch meist Motorroller-Helmen bzw. so genannten Jet-Helmen. Derzeit gibt es nur sehr wenige Hersteller, die derartige Helme speziell für Pedelec vertreiben. Letztlich kann auf einem Pedelec 45 jeder Roller- oder Motorradhelm genutzt werden.