Unfallstatistik aktuell

 

In Deutschland starben 2019 im Straßenverkehr 3059 Menschen (vorläufiges Ergebnis des Statistischen Bundesamts Destatis),  6,6 % weniger als im Vorjahr. Das ist seit über 60 Jahren, seit Erfassung von Verkehrsunfällen, die niedrigste Quote! Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

Es gab ca. 2,7 Millionen von der Polizei registrierte Unfälle. Das ist ein Anstieg um 1,9 %.

Es zeigen sich Rückgänge bei den Unfallzahlen bei vielen Verkehrsbeteiligungsarten. Nur beim Radverkehr sei ein Anstieg zu verzeichnen, vor allem bei Pedelecs.

 

Hier genaue Zahlen, allerdings nur von Jan bis Apr 2019:

 

 

Ältere Rad Fahrende
Zweiradunfälle

Die Zahl der Rad fahrenden Menschen steigt seit Jahren stark an. Das Fahrrad ist in fast allen Altersstufen ein wichtiges Fortbewegungsmittel, denn es sorgt auf einfache, gesunde und umweltfreundliche
Weise für mehr Mobilität. Durch Pedelecs wurden darüber hinaus neue Nutzergruppen erschlossen, die bisher das Fahrrad mieden.
Unabhängig von der Altersgruppe gehören Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer zu den stark gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Mit Ausnahme des Fahrradhelms gibt es für sie kaum passive
Sicherheitseinrichtungen. Umso wichtiger sind daher eine umsichtige Fahrweise und die Ausnutzung aller Sicherheitsressourcen, wie beispielsweise die Beleuchtung. Es sind jedoch auch alle anderen Verkehrsteilnehmer gefordert, Rücksicht zu nehmen.
Neben Kindern bis 15 Jahren sind insbesondere ältere Rad Fahrende im Straßenverkehr einem hohen Unfall- und Verletzungsrisiko ausgesetzt. Bei ihnen können unter anderem körperliche Beeinträchtigungen oder Reaktionsschwächen zu Unfällen mit häufig schweren oder tödlichen
Verletzungen führen. Dies hängt auch mit der nachlassenden Widerstands- und Regenerationskraft des Körpers älterer Menschen zusammen. Bei den getöteten Rad Fahrenden lag der Anteil
der über 64-Jährigen bei 59 Prozent (232 Personen).

 

Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de
Die aktuellen Unfallstatistiken gibt es hier:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleSenioren.html

 

 

Sieben Sekunden für Verkehrssicherheit

Im Straßenverkehr können Entscheidungen, die oft in wenigen Sekunden getroffen werden müssen, schwerwiegende Folgen haben. Eine neue Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), unterstützt durch die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, möchte mit sieben Sekunden kurzen Videos für typische Unfallursachen sensibilisieren. Als prominente Gesichter unterstützen Nachwuchs-Comedian Chris Tall und

Schauspielerin Mirja Boes die Kampagne.

Nachwuchs-Comedian Chris Tall: „Ich bin sehr interessiert daran, dass wir alle uns im Straßenverkehr ein bisschen zurücknehmen und uns klar machen, dass noch andere Verkehrsteilnehmer auf der Straße sind.“ (Foto: Deine Sekunden) Jeden Freitag ab zwölf Uhr wird ein neuer Clip über den YouTube-Kanal und über die Internetseite von „Deine Sekunden“ veröffentlicht. Auf Facebook und Instagram finden sich neben den Clips zusätzliche Hintergrundinformationen und Gewinnspiele. Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung auf www.dvr.de.